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Am 7. November 2008 laden die Fremdenführer des Vereins Wiener Spaziergänge zum ersten “Tag der Wiener Spaziergänge” ein. Wien-Interessierte, Wien-Liebhaber und solche, die es noch werden möchten, können an diesem Tag kostenlos im Rahmen von ausgewählten Themenspaziergängen versteckte Winkel der Stadt und neue Facetten von Wien kennenlernen. Und das - der bereits 20jährigen Tradition des Vereins Wiener Spaziergänge gemäß - natürlich zu Fuß. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich - einfach am Freitag, 7.11.2008 zum Treffpunkt am Schwedenplatz kommen und mitgehen!

“In vielen Städten der Welt haben sich die meisten schon die Füße wund gelaufen, in der eigenen Stadt eher selten,” sagt Kerstin Timmermann, Vorstand des Vereins Wiener Spaziergänge. Und weiter: “Deshalb wollen wir gerade die Wienerinnen und Wiener an diesem Tag einladen. Sie werden ‚verborgene‘ Schätze, bisher unerforschte Plätze und interessante Geschichten vor der eigenen Haustüre entdecken.”

Termin: Freitag, 7. November 2008
Beginn: 15 Uhr, die letzte Führung startet um 18 Uhr
Treffpunkt: Schwedenplatz (zwischen den beiden U-Bahn-Stationen, Ecke Hafnersteig)

Die Führungen sind an diesem Tag alle kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnehmer können auch bei mehreren Führungen hintereinander mitmachen.

Führungen:
“Versteckte Winkel der Altstadt”
Start: jeweils um 15 Uhr, 16 Uhr, 17 Uhr, 18 Uhr
Um den Schwedenplatz herum befindet sich das älteste Wien mit verwinkelten Gassen, versteckten Innenhöfen und typischen Wiener Sagen. Aus dem Film “Harry Potter” ist vielen der Basilisk bekannt, dieses Mischwesen, das aus dem Ei eines Hahnes entsteht, das eine Kröte ausgebrütet hat. Wenige wissen aber, dass die Geschichte rund um einen Basilisken, der schon im Mittelalter den Brunnen eines Bäckerhauses in der Schönlaterngasse vergiftet hat, zu den ältesten Sagen Wiens gehört. Bei diesem Spaziergang wird das alte Wien lebendig, bevölkert von Spielleuten, Studenten, Mönchen, verteidigt gegen Türken und Pest.

“Die Leopoldstadt - Eine Bezirksführung”
Start: jeweils um 15.15 Uhr, 16.15 Uhr, 17.15 Uhr
Die Leopoldstadt, der zwischen dem Donaukanal und der Donau gelegene 2. Bezirk, war einst Zentrum jüdischen Lebens in Wien. Bei diesem Spaziergang tauchen die Teilnehmer ein in die wechselvolle Geschichte und in die spannende Gegenwart des heute “trendigen” 2. Bezirks. Von Sigmund Freud, der seine Jugend hier verbrachte und von Arnold Schönberg, der hier geboren wurde, ist ebenso die Rede wie von Johann Strauss, einem weiteren berühmten Bewohner der Leopoldstadt. Beispielsweise wurde im legendären Dianabad, das mittlerweile seit bereits über 200 Jahren besteht, der Donauwalzer von Johann Strauss uraufgeführt.

“Fremdes Wien im Griechenviertel”
Start: jeweils um 15.30 Uhr, 16.30 Uhr, 17.30 Uhr
Von Griechen und Toleranzpatent, von ehemaligen Vororten der Stadt zu den heutigen Religionsgemeinschaften zwischen Schwedenplatz und Stephansplatz. Dieser Spaziergang zeigt das Wien ein wenig abseits der Hauptachsen der Stadt und macht die zahlreichen kulturellen Einflüsse sichtbar, die die Stadt zu dem machten und machen, was sie heute ist. Beim Spaziergang lernen die Besucher einige Altstadtwinkel kennen, von denen oft sogar gebürtige Wiener überrascht sind.

“Das Jüdische Wien”
Start: jeweils um 15.45 Uhr, 16.45 Uhr, 17.45 Uhr
Von der Seitenstettengasse über den Morzinplatz folgen die Teilnehmer des Spaziergangs der 1000-jährigen Geschichte des jüdischen Wiens.
Die Geschichte des jüdischen Wiens steht im Spannungsfeld zwischen wiederholtem Aufbau und wiederholter Zerstörung. Dieses Wechselspiel wird im Rahmen der Führung durch das ehemalige jüdische Wien zwischen Donaukanal und Judenplatz anhand von Einzelschicksalen, Gedenktafeln, Gebäuden, Plätzen und Institutionen deutlich und gleichzeitig spannen die Fremdenführer den roten Faden von der mittelalterlichen Judenstadt über die Massenvernichtung des 20. Jh. bis zu den neuesten Entwicklungen im jüdischen Wien von heute.

Seit über 20 Jahren Wien zu Fuß entdecken
“Wien zu Fuß entdecken.” Das war vor über 20 Jahren die Idee der Pioniere unter den Fremdenführern. Sie gründeten den Verein Wiener Spaziergänge. Das heute 29köpfige Team selbständiger Fremdenführer, die sich im Verein zusammengeschlossen haben, führt rund 25.000 Geschichts- und Kulturinteressierte pro Jahr kreuz und quer durch die Stadt. Eine große Gruppe sind dabei die Wiener und Wienerinnen selbst! Beinahe ein Drittel der gut und gerne 250 Führungen im Monat werden von Wienern besucht, die den Geheimnissen ihrer eigenen Stadt auf den Grund gehen wollen.

Einen Stadtteil, ein “Grätzel” wie die Wiener sagen, einfach nur über erzählte Sitten und Bräuche entdecken. Sich mit der Architektur des Lichts in den verschiedensten Bauwerken zu beschäftigen. Den Spuren des Kinoklassikers “Der Dritte Mann” folgen. Oder die Aufbruchstimmung der Jugendstilkünstler nachspüren. Fundiertes geschichtliches Wissen, kombiniert mit jahrelanger Praxis und Erfahrung bei der Weitergabe dieses Wissens, ist die Stärke der Fremdenführer der Wiener Spaziergänge. Aus über 80 verschiedenen Themen wählen, kann man im monatlich aktualisierten Folder, der in allen Tourismusinformationen und vielen Hotels aufliegt und natürlich ist auch Schmökern auf der Website erlaubt: Wienguide.at


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