Trauben, Granatäpfel oder Chili – sie alle haben eines gemeinsam: Spuren von Schädlingsgift. Insgesamt 21 Pestizide in noch erlaubten Mengen fand die AK bei fast jeder zweiten untersuchten Import-Frucht.
Spuren von Schädlingsgift
Bei einem Produkt wurde der erlaubte Höchstwert überschritten. Das zeigt ein AK Stichproben-Test bei 20 Stück Obst und Gemüse aus Fernost oder Übersee. Die AK fordert mehr Sicherheit für KonsumentInnen.
Bei acht von 20 Produkten (40 Prozent) wurden insgesamt 21 Schädlingsbekämpfungsmittel in noch erlaubten Mengen festgestellt. Davon wurde bei vier Produkten jeweils ein Schädlings-bekämpfungsmittel nachgewiesen: Trauben aus Indien, Äpfel aus Neuseeland, Papayas von der Elfenbeinküste und Okra aus Indien.
21 Pestizide in noch erlaubten Mengen
Bei den restlichen vier Früchten wurden mehrere Chemikalien nachgewiesen: jeweils zwei Pestizide bei Granatäpfel aus Indien und Pomelos aus Vietnam, einmal fünf Pestizide bei Trauben aus Indien, einmal gleich acht Pestizide bei Chili aus Thailand. Dabei betrug die Summe der Pestizide auf den einzelnen Produkten 110 bis 368 Prozent der jeweiligen Pestizid-Grenzwerte. Bei Chili wurde bei einem der Pestizide der erlaubte Grenzwert überschritten.„Das ist zwar nicht gesundheitsgefährdend“, sagt AK Konsu-mentenschützer Heinz Schöffl, „aber Konsumenten erwarten trotz allem eine möglichst niedrige Belastung.“
Kontrollen verstärken
Daher fordert die AK: 1. weiterhin verstärkte Kontrollen und regelmäßige Nachkontrollen über einem bestimmten Zeitraum bei festgestellten Mängeln;2. einen Summen-Grenzwert für Pestizide: Falls mehrere Pestizidrückstände auf einem Produkt enthalten sind, sollte künftig der Prozentanteil der einzelnen Pestizide – bezogen auf den jeweiligen Grenzwert – trotzdem in Summe nicht mehr als 100 Prozent betragen dürfen;
3. Untersuchungsergebnisse und Wiederholungstäter veröffent-lichen: Ergebnisse aller amtlichen Untersuchungen müssen für KonsumentInnen rasch bekannt gemacht werden, etwa im Internet. Gibt es bei Nachkontrollen weitere Missstände, sollen Produkt, Erzeuger und Verkäuferbetrieb genannt werden.
Quelle
Langsam weiß man als Verbraucher nicht mehr woran man ist 
Letztens
diese Meldung über heimische Erdbeeren, heute dann, eigentlich für mich nicht unerwartet, die neuen Untersuchungsergebnisse bei importiertem Obst.
Ich bleibe trotzdem dabei, auf heimische Produkte zurückzugreifen, soweit es möglich ist. Mich schrecken da eher die weiten Transportwege ab, als die Möglichkeit irgendwelcher Chemikalienbelastung. Man kann sich sehr wohl mit regionales saisonalen Produkten ausgewogen ernähren 
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