Jun
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WHO: International der geringste schulische Druck.
Wien. Wozu Ferien? - das könnte man sich angesichts der Einstellung österreichischer Schüler zur Schule fragen. Wie aus einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO hervorgeht, mögen elf- bis 15-jährige österreichische Schüler im internationalen Vergleich die Schule sehr. Gleichzeitig fühlen sie sich durch die Schule deutlich weniger belastet als Kinder in anderen Ländern. Für die Studie wurden in Österreich rund 5.000 Schüler befragt.
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“tfactory”: Hoher Druck
Zu anderen Ergebnissen ist eine im April veröffentlichte Umfrage des Marktforschungsinstituts “tfactory” unter österreichweit über 1.000 Jugendliche gekommen. Demnach empfinden sich zwei Drittel der österreichischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Arbeit, Ausbildung oder Schule stark unter Druck. Besonders betroffen ist demnach die Gruppe der Elf-bis 14-jährigen. 75 Prozent gaben an, dass sie in der Schule “stark unter Druck stehen” und dass der Druck “von Jahr zu Jahr größer” werde. Kein Wunder, dass in dieser Umfrage fast 50 Prozent der Elf-bis 14-jährigen die Schule nach eigenen Angaben gegenwärtig keinen Spaß macht.
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Ich frage mich hier wirklich, wie man zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann.
Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, wir leben nunmal immer mehr in einer Leistungsgesellschaft, das muss vielleicht erstmal ganz neu gelernt werden. Können Kinder heute überhaupt noch wirklich lernen oder müssen hier neue Wege eingeschlagen werden? Wer bringt den Kindern denn richtiges Lernen bei?
Können Lehrer außer Wissen auch Lernen vermitteln?

3 Kommentare

  • Comment by Eugen
    Juni 26th, 2008 at 12:25

    Wir leben in keiner Leistungsgesellschaft. Ganz im Gegenteil. Vieles, was die Menschen haben, basiert nicht auf Leistung, sondern auf Privilegien. Und von denen will und bekommt jede Gruppe was. Die Arbeiter ihre, die Arbeitgeber ihre, Schüler die eigenen. Für den persönlichen Erfolg ist schon langen nicht mehr die eigene Leistung verantwortlich, sondern politischer und gesellschaftlicher Wille mitunter Konsens. Die Privilegien sind nicht erarbeitet und individuell sondern politisch erstritten.
    Leistungsgesellschaft würde nämlich Konkurrenz voraussetzen - und eben diese Konkurrenz ist nicht gewollt, gar geächtet.

  • Comment by Wu-Lan-Tong
    Juni 26th, 2008 at 14:00

    Bei deiner Schilderung, die ich keinesfalls als abwegig hinstellen möchte, stellt sich mir aber noch mehr die Frage, wieso so oft von Leistungsdruck gesprochen wird.

  • Comment by Eugen
    Juni 26th, 2008 at 15:49

    Solche Aussagen sind Allgemeinplätze, die zwar oft gesagt und geschrieben werden, ohne dass deren Wahrheitsgehalt von den Sprechern und Schreibern je überprüft würde. Bei näherem Hinsehen erweisen sich die Allgemeinplätze als Alltagslügen.
    Das passt zu der heutigen Gesellschaft, wo Meinungen wichtiger sind als Tatsachen.

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