Jun
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“Hoadboden” nannte man früher den Teil des Seewinkels, in dem Mönchhof liegt - Heideboden. All die Bauern, Handwerker und Kleinhäusler, die hier lebten, trotzten diesem Heideboden ihre Existenz ab. Da war nichts mit “Mutter Erde”; der Heideboden war eher ein strenger Vater. Von ihm hing es ab, wann und was die Menschen zu essen hatten und wann sie hungern mußten. Er bestimmte, wann sie arbeiteten und wann sie sich ausruhen konnten. Das änderte sich maßgeblich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Burgenland und also auch die östlich des Neusiedlersees gelegene Region wurden “modernisiert”. Zunehmend machten sich Asphalt und Beton auf dem Heideboden breit. Auch die alte bäuerliche Welt veränderte sich; sie wurde “bodenunabhängiger”. Und zum Teil verschwand sie ganz einfach. “Eine Sache, die nirgends zum Aufhalten war”, sagen die Leute.

Hier im Link extern Dorfmuseum Mönchhof ist diese einstige Welt zu erahnen. Man findet die alten Häuser, die Werkstätten, die Einrichtungsgegenstände und die Gerätschaften. Man kann nachvollziehen, wie die Menschen gearbeitet, gewohnt und gefeiert haben. Und man spürt etwas von ihren Freuden, ihren Nöten, ihrer Geborgenheit, aber auch von den einengenden Zwängen, denen sie ausgesetzt waren.

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