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Jedes Jahr bleiben in Österreich über 40.000 SchülerInnen sitzen - Jeder fünfte Handelsschüler fällt durch - Wien ist die Hauptstadt der “Sitzenbleiber”

Freibad, Urlaub und Abenteuer statt Schulbücher, Hausübungen und Prüfungen: Am 27. Juni werden SchülerInnen in Wien, Niederösterreich, Burgenland und am 4. Juli die SchülerInnen der restlichen Bundesländer in die Sommerferien entlassen. Die Freiheit können jedoch nur diejenigen genießen, die keiner Nachprüfung entgegen fiebern müssen. Knapp vier Prozent aller SchülerInnen, mehr als 40.000 Kinder und Jugendlichen bleiben jedes Jahr sitzen.

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnt am 18. Juni die Notenkonferenz. In den westlichen Bundesländern sind die jeweiligen Stichtage eine Woche später. Die Entscheidungen über das Sitzenbleiben, also den nicht erfolgreichen Abschluss der letzten Stufe der jeweiligen Schulart sind dann spätestens am Tag nach der Konferenz begründet und unter Beifügung einer Rechtsmittelbelehrung dem Schüler mitzuteilen.

Das verflixte neunte Jahr
Laut Statistik Austria waren im Schuljahr 2005/06 (jüngste verfügbare Zahlen) 40.928 Schüler nicht aufstiegsberechtigt. Kritisch wird es meist in der neunten Schulstufe: In den ersten Klassen der berufsbildenden mittleren Schulen bleiben 15,7 Prozent aller Schüler sitzen, in den ersten Klassen der berufsbildenden höheren Schulen 13,7 Prozent, in der fünften Klasse der AHS 12,5 Prozent und an den Polytechnischen Schulen 8,4 Prozent.

Mädchen fallen seltener durch
Generell gilt: Mädchen fallen deutlich seltener durch als Burschen. Nach Schultypen gibt es die meisten Probleme an Handelsakademien für Berufstätige und den Handelsschulen, denn dort fallen insgesamt jeweils rund 20 Prozent aller Schüler durch.

Immerhin 18 Prozent erwischt es noch an Gymnasien für Berufstätige und 12,5 Prozent am Oberstufenrealgymnasien. An Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) drehen 11,4 Prozent eine Ehrenrunde, an Handelsakademien 9,5 Prozent und an Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe 6,9 Prozent der SchülerInnen.

Hauptschüler fallen seltener durch
Wenig Sitzenbleiber gibt es dagegen prozentuell gesehen in den Hauptschulen mit 1,6 Prozent und in den Volksschulen. Von den Jüngsten fallen nur 0,6 Prozent durch. In absoluten Zahlen müssen dagegen immerhin mehr als 2.000 Volks- und mehr als 4.000 Hauptschüler eine Klasse wiederholen.

Wien Hauptstadt der Sitzengebliebenen
Für die schülerstärksten Schultypen gibt es auch Bundesländer-Aufschlüsselungen: Die meisten Schüler fallen in Wien durch - sowohl in der Hauptschule als auch in der AHS-Unterstufe und -Oberstufe sowie den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Das neue Schuljahr 2008/09 beginnt dann am 1. September in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland und eine Woche später in den restlichen Bundesländern. (APA)
Quelle

3 Kommentare

  • Comment by Jasmin
    Juni 12th, 2008 at 09:58

    es ist erschreckend solche sachen zu lesen. und leider wird es in der heutigen zeit immer schlimmer.

    ich habe die schule vor einigen jahren erst verlassen. aber bei uns war dies noch nicht so, da hat man sich während der schulzeit angestrengt damit man dann die freizeit genießen kann.

    aber heut zu tage ist alles andere wichtiger, party, alkohol, “beziehungen” und keine ahnung was in den köpfen der heutigen jugend so vor geht.
    also ich würde mich in grund und boden schähmen wenn ich eine ehrenrunde drehen müsste.

  • Comment by Nila
    Juni 13th, 2008 at 08:46

    Hallo
    Ich schäme mich überhaupt nicht. Auch ich habe eine (Ehren)Runde gedreht. Na und?? Und bei mir ist die Schule schon länger aus (35). Das hatte damals überhaupt nichts mit Faulheit zu tun. Mein Schwachpunkt war immer Mathematik. In der 6 Klasse Gym. machte sich dann meine fehlende Logik wohl bemerkbar. Ein Jahr später schloss ich mit einem Befriedigend im Zeugnis dieses verhasste Fach ab.

  • Comment by Janik
    September 22nd, 2008 at 09:41

    Naja das Durchfallen an sich ist auch wirklich nur halb so dramatisch, ich musste zwar keine ehrenrunde drehen aber ich weis das es wirklich nciht immer was mit faulheit oder ähnliches zu tun hat. DAs Problem ist eigentlich nur das wir in eienr Leistungsgesellschaft leben und das heißt seine Arbeit wird mit den Noten mal die Zeit genommen. Bei meinen Studium wars ähnlich, lieber nur nen 3.0 Durchschnitt haben aber in der Regelstudienzeit durch sein, als wie 1 oder 2 semester länger machen und dann ne 2,0 haben. Letzlich kommt man immer in erklärungnöte bei so etwas.

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