Auf den Spuren eines 16,5 Millionen Jahre alten Riffs: Naturhistorisches Museum will große Aktion im Weinviertel durchführen
Wien - Paläontologen des Naturhistorischen Museum Wien (NHM) entdeckten 2005 auf dem Teiritzberg in Stetten im Bezirk Korneuburg die Reste eines 16,5 Millionen Jahre alten Austernriffs. Es entpuppte sich als weltweit größter derartiger Fund, mit bis zu einem halben Meter großen Muscheln. Das Riff ist Mittelpunkt des geplanten Themenparks “Fossilienwelt Weinviertel”, der im Frühjahr 2009 eröffnet werden soll. In Vorbereitung dafür wird das NHM ab 26. Mai eine der größten jemals in Österreich durchgeführten paläontologischen Grabungen starten. Dazu werden noch Freiwillige gesucht, die auf rund 400 Quadratmetern die ehemalige Unterwasserwelt freilegen.
Verlorene Welt
Das Korneuburger Becken nordwestlich von Wien war vor 16,5 Millionen Jahren, im frühen Miozän, Teil einer langgestreckten Flussmündung in ein tropisches Meer. Neben den Riesenaustern, die sich den Nährstoffeintrag des Flusses zunutze machten, bevölkerten Delfine, Haie und Seekühe das Gebiet. Im gesamten Korneuburger Becken haben die Wissenschafter mehr als 600 verschiedene fossile Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Darunter einige spektakuläre Funde, wie die größte fossile Perle der Welt mit vier Zentimetern Durchmesser, die längste Auster mit knapp einem Meter Länge, Überreste eines nahen Verwandten des heutigen Ganges-Delphins oder die letzten europäischen Aligatoren.
Bei der nunmehrigen Grabung soll die bereits 2005 grob freigelegte Fläche fein-präpariert und die gesamte Ausgrabung auf 400 Quadratmeter erweitert werden, erklärte Mathias Harzhauser vom NHM. Dafür suchen die Wissenschafter noch freiwillige Mitarbeiter, die sich bereit erklären, mindestens eine Woche lang die Paläontologen zu unterstützen. Der Wissenschafter rechnet damit, dass pro Woche rund 15 bis 20 Personen beschäftigt sein werden, gearbeitet wird bis etwa Mitte August.
Die Aufgabe
Hauptarbeit dabei wird es sein, die riesigen Austernschalen freizulegen. Auf der 2005 freigelegten Fläche von rund 300 Quadratmetern alleine wurden 15.000 Muscheln gezählt. Es könnte aber auch der eine oder andere fossile Rochenstachel, Haizahn oder eine Perle dabei sein, sagte Harzhauser. Besonder angenehm: gegraben wird indoor, die künftige Schauhalle für den sensationellen Fund ist bis bereits fertig.
In der “Fossilienwelt Weinviertel” sollen die spektakulären Funde auf einem drei Hektar großen Areal präsentiert werden. Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung wird mit 30.000 bis 40.000 Besuchern pro Jahr gerechnet. (APA/red)
Interessierte können sich per E-mail bei Mathias Harzhauser mathias.harzhauser[at]nhm-wien.ac.at bewerben.
Quelle
Das wäre etwas, was mich riesig interessieren würde 
Aber leider aus unterschiedlichen Gründen praktisch nicht durchführbar 
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