Ermutigt durch den enormen Publikumszuspruch (33.000 Besucher im Jahr 1998 – Landesausstellung), wurde das “
Wilderermuseum St. Pankraz” geschaffen, welches einzigartig in Europa ist. Besonders originell ist dabei der Standort, nämlich der ehemalige Heustadel des benachbarten Gasthauses Steyrbrücke. In der heimeligen Atmosphäre des renovierten Gebäudeteils eröffnet sich auf 500 m² eine umfassende Schau zur Jagd und Wilderei - gezeigt werden über 250 Exponate darunter viele originale Wildererwaffen.
Vom Wilderer als galanten Liebhaber bis zum “Helden der kleinen Leute”, der sich erbitterte Kämpfe mit dem Jäger liefert - es sind viele Klischees und verklärte Wahrheiten, die sich um das Wildern ranken. Natürlich steckt in all dem auch ein Funken Wahrheit. Doch im Gegensatz zu heute, wo meist die Gier nach schönen Trophäen die Triebfeder ist, wilderte man bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem des Hungers wegen. Bei der unrechtmäßigen Jagd war also nicht kitschige Romantik an der Tagesordnung, sondern sie ist bis in die Gegenwart auch von Tragödien und schweren Verbrechen geprägt.
Das
Wilderermuseum St. Pankraz bietet darüber hinaus noch einige Attraktionen, die den Besuch zum Erlebnis machen: ein Schießstand, wo jeder Besucher seine “Wilderertauglichkeit” testen kann, eine Fotowand (hier kann man sich als Wilderer fotografieren) und ein Wilderer-Shop, der u.a. originelle Souvenirs wie selbstgegossene Kugeln, “Wildererblut” und Wildschützensekt bereithält. Stilgerecht wurde der Speisesaal des Gasthauses Steyrbrücke zur urigen WildererstubÂ’n umgestaltet, in der man Wilderer-Pfanne und Wilderer-Bier (nur echt mit rotem Schaum!) genießen kann.
Ergänzt wird das Ausflugserlebnis durch den direkt beim Museum beginnenden, 10 km langen Flötzersteig. Entlang des Steyrflusses und der beeindruckenden Bergkulisse des Toten Gebirges führt er zum Alpineum in Hinterstoder, am Weg liegen die Naturschauspiele Kreidelucke, Strumboding-Wasserfall, Schiederweiher und Steyrursprung.
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