Lärmschutzwände auf der Autobahn können nach Unfällen die Rettungskräfte aufhalten. Feuerwehr und Verkehrsministerium suchen jetzt nach Lösungen.
Berthold Schmid
Wien, Linz (SN). Die folgenschwere Massenkarambolage am vergangenen Dienstag auf der Westautobahn bei St. Georgen im Attergau hat den Rettungskräften eine potenzielle Gefahr aufgezeigt: Meterhohe Lärmschutzwände, die im Einsatzfall mit schweren Bergegeräten kaum zu überwinden sind. Im SN-Gespräch sagte Robert Mayer, der Bezirkskommandant der Feuerwehr Vöcklabruck: „In diesem Fall haben wir noch Glück gehabt, dass wir auf der gesperrten Richtungsfahrbahn Wien zufahren und problemlos zu den Unfallstellen auf der Richtungsfahrbahn Salzburg gelangen konnten. Wäre die Massenkarambolage einige Kilometer weiter im Bereich Oberwang passiert, hätte es massive Probleme gegeben.“
Die angesprochenen Probleme sind Lärmschutzwände, die bis zu vier Meter hoch beidseits verlaufen, dazu kommt noch eine rund drei Meter hohe Wand, die am Mittelstreifen aufgestellt ist.
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Was machen diese Wände am Mittelstreifen für einen Sinn? Von den Kosten mal ganz abgesehen, die wohl bei der Errichtung anfallen scheint mir diese ganze Aktion nicht wirklich durchdacht und geplant.
Lärmschutz für die Anrainer muss sein, keine Frage. Nur dann aber bitte wirklich gut durchdacht und geplant. Vor allem so durchdacht, dass eventuell notwendige Rettungsmaßnahmen nicht verzögert oder gar verhindert werden.
2 Kommentare
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März 31st, 2008 at 13:11
Bei dem Thema Lärmschutzwände haben wir Österreicher einen “Vogel”.
Man könnte meinen, dass wir diese “sauteuren” Wände von irgend einem anonymen Gönner geschenkt bekommen. Überall im Land werden unsere Autobahnen damit zugepflastert. Egal ob bebaute Gebiete dahinter sind oder nicht. Man sieht leider nur mehr wenig von unserer schönen Landschaft. Statt dessen hebt man Ande des Jahres einfach die Autobahnvigentte wieder um ein paar Euro an, und schon sind wieder ein paar tolle neue Lärmschutzwände an den Autobahnen zu bewundern……….grrr:ahnung:
April 1st, 2008 at 05:44
Vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, sie als Werbeflächen umzufunktionieren. Begabte Künstler könnten die Wände auch mit Landschaftsbildern bemalen
Lärmschutz muss sein, aber doch wohl mit Maß und Ziel. Kosten-/Nutzenfaktoren scheinen nicht wirklich gegeneinander aufgerechnet zu werden