Media Analyse: „Presse“ erzielt 3,8% Reichweite; Erfolg in der A-Schicht und bei Uni-Absolventen.
Wie geht es Österreichs Tageszeitungen? Laut den aktuellen Zahlen der Media Analyse für 2007 sind die Reichweiten fast ausnahmslos gesunken – insgesamt erzielten die von der MA erfassten Zeitungen im vergangenen Jahr eine Reichweite von 70 Prozent (4,887 Millionen Leser), nach 72,7 Prozent im Jahr 2006 und 76,1 Prozent noch vor zehn Jahren. Ein paradoxes Phänomen: Denn die Verkaufsauflagen der Tageszeitungen steigen. Das zeigt sich auch bei der „Presse“: Die verkaufte Auflage stieg 2007 um über 3500 Stück auf 83.364 Exemplare pro Tag.
Gleichzeitig sank aber die von der Media Analyse per Umfrage erhobene Reichweite um 0,5 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent aller Österreicher über 14 Jahren. Vor allem A-Schicht-Leser greifen zur „Presse“ (12,3 Prozent), ebenso Hochschulabsolventen (14,7 Prozent) und Leser mit einem monatlichen Haushaltseinkommen über 3000 Euro (7,3 Prozent). Überdurchschnittlich gut wird die „Presse“ außerdem am Wochenende gelesen: Die Samstag-Ausgabe erreicht 6,2 Prozent.
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Printmedien haben für mich kaum mehr eine Bedeutung, weil ich nahezu alles, was mich interessiert auch online nachlesen kann. Ausnahmen sind da Urlaub, wo ich schonmal eine Tageszeitung kaufe weil ich eben dort keinen ständigen Internetzugang habe.
Eine Rolle spielen da auch die Kosten, besonders weil ja die Lebenshaltungskosten immer mehr steigen. Das Geld für Printmedien kann ich da ohne irgend etwas zu vermissen sparen, da ich die Flatrate fürs Internet eh zahle und sogar am Ende nichtmals das Altpapier entsorgen muss. Hier ist die Entsorgung von Altpapier mit Benzinkosten verbunden, da ich zum Wertstoffhof fahren muss.
Ich brauche keine Tageszeitung zum Blättern bei meinem morgendlichen Kaffee, ich lese am Bildschirm das was mich interessiert. Zeitschriften blätter ich vielleicht mal beim Arzt durch, aber das auch nur, um mir die Zeit zu vertreiben. Ausnahme wäre da wirklich, wenn in einer Zeitung ein Artikel steht, der mich ganz besonders interessiert. Dann würde ich die Zeitung auch kaufen.
Ich habe mich eigentlich schon sehr oft gefragt, ob man nicht durch die vielen Onlineangebote an aktuellen Nachrichtenseiten die Printmedien kaputt macht. Nahezu jede Zeitung hat mittlerweile Online Portale, wo man sich immer aktuell informieren kann. Wie lange geht das gut? Ich warte eigentlich schon länger darauf, dasss solche Angebote kostenpflichtig werden, um die Kosten aufzufangen.
Solange das aber nicht der Fall ist, nutze ich natürlich diese Newsportale gern und oft. Nein, ich habe nichtmals ein schlechtes Gewissen dabei, ein solches Gratisangebot den teuren Printmedien vorzuziehen.
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