Mrz
19

„Fachwissen nicht so wichtig wie Sozialkompetenz“
Das Alter von Bewerbern spielt laut Personalverantwortlichen keine Rolle. Die Kosten schon.

Wien (b.l.). Österreichs Betriebe tun sich zunehmend schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden. Die Gründe sind zahlreich: Geburtenschwache Jahrgänge kommen auf den Arbeitsmarkt, es gibt zu wenige technische Facharbeiter, und vielen Bewerbern mangle es an Umgangsformen und Allgemeinbildung: So klagten die befragten Personalverantwortlichen bei einer Umfrage des Instituts für Trendanalysen und Krisenforschung (ITK), das vom SPÖ-Nationalratsabgeordneten Hannes Bauer geleitet wird.

Soziale Kompetenzen („Soft Skills“) sind den Befragten zufolge das wichtigste Einstellungskriterium, erst dann kommen Berufserfahrung und Qualifikation.
Quelle und weiterlesen

Hängen die Lohnnebenkosten nicht indirekt sehr stark vom Alter der Bewerber ab? Je mehr Berufsjahre, umso teurer wird der Arbeitnehmer und natürlich steigen dadurch auch die Lohnnebenkosten.

Mir machen Aussagen wie:
und vielen Bewerbern mangle es an Umgangsformen und Allgemeinbildung
Angst, denn das sind Dinge, die auch heute noch sehr wichtig sind.
Warum wird in den Bildungsministerien diese Problematik nicht wirklich ernsthaft erörtert und warum tut man nicht alles, um genau da die Grundsteine schon in den Kindergärten zu legen?

Natürlich hilft das im Moment nicht denen, die Arbeit suchen. Aber ist nicht jeder Tag, den man wartet, solche Grundsteine zu legen, ein Tag zu viel?

Die Problematik ist ja nicht auf Österreich begrenzt, ganz im Gegenteil sogar. In Deutschland ist es mindestens so katastrophal, wenn es um Umgangsformen und Allgemeinbildung geht.

3 Kommentare

  • Comment by nila
    März 20th, 2008 at 18:03

    Warum wird in den Bildungsministerien diese Problematik nicht wirklich ernsthaft erörtert und warum tut man nicht alles, um genau da die Grundsteine schon in den Kindergärten zu legen?

    @Ich würde es begrüßen, wenn in den höheren Schulen ein Rhetorikunterricht Pflichtgegenstand wäre.

    Ehrlich gesagt bei 3 Kindern kann ich über unser momentanes Bildunssystem auch nur den Kopf schütteln. Da sind einige “faule Eier”.

  • Comment by Wu-Lan-Tong
    März 20th, 2008 at 18:39

    Rhetorik und auch Umgangsformen kann man den Kindern schon spielerisch in der Grundschule beibringen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! ein altes Sprichwort.

    In Deutschland sind die Probleme aber bei weitem nicht anders nila :sigh:

  • Comment by nila
    März 20th, 2008 at 21:02

    Da gebe ich dir auch vollkommen Recht. Dazu müsste sich aber auch schon in unseren Kindergärten einiges ändern. Denn auf eine Kindergarten”tante” samt Helferin kommen teilweise bis zu 27 Kinder.
    Die haben dann alle Hände voll zu tun. Von unserem Schulsystem fange ich lieber erst gar nicht an zu sprechen.
    Für mich fängt eine gute Kommunikation schon im Elternhaus an. Wie wir es unseren Kinder vorleben, so bekommen sie einen gewissen “Grundpolster”. Mein Gott, da könnte man endlos disskutieren…..;)

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