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07

Als Jakobsweg (span. Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der sog. Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Ein Pilgerführer des 12. Jahrhunderts, der im Liber Sancti Jacobi, der Hauptquelle zur Jakobusverehrung im Hochmittelalter, enthalten ist, nennt für den französischen Raum vier weitere Wege, die sich im Umfeld der Pyrenäen zu einem Strang vereinigen. Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. 1998 erhielten auch die vier im Liber Sancti Jacobi beschriebenen französischen Wege diesen Titel. Zuvor schon hatte der Europarat im Jahre 1987 die Wege der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.
Quelle und weiterlesen

Über den Jakobsweg durch Österreich erfährt man viel im Link extern Informationsportal für Pilger durch Österreich

Link extern Alexandra Beck schildert auf ihrer Webseite sehr eindrucksvoll die Gedanken und Ziele dieses pilgerns:

Als Pilger auf dem Jakobsweg…
Auf den Spuren der mittelalterlichen Jakobspilger quer durch ganz Österreich.

Vom 12. bis zum 18. Jahrhundert machten sich Jahr für Jahr hunderte Menschen in Europa auf, um zu Fuß nach Santiago di Compostella/Spanien, zum Grab des Apostels Jakobus zu pilgern. Die Faszination dieses Weges gewinnt heute wieder immer mehr an Bedeutung. Europa war im Mittelalter von einem Netz von Pilgerwegen überspannt. Der am weitesten im Osten liegende Teil führt von Wolfsthal (Hainburg) bis Feldkirch in Vorarlberg (803 km).

Dieser Weg nach Hause beginnt vor unserer Haustür und somit auch der österreichische Teil, den Peter Lindenthal in seinem Buch “…auf dem Jakobsweg durch Österreich” beschrieben hat. Es werden Kraftplätze wie Kirchen, Marterl, Hospize und Naturdenkmäler miteinander verbunden. Wir treffen auch immer wieder auf die Spuren der Römer. Der Gedanke, dass sich auch schon vor Hunderten von Jahren Menschen auf diesem Weg auf die Suche gemacht haben, ist faszinierend und lässt Zeit und Raum bedeutungslos werden. Der Jakobsweg war und ist für diejenigen, die ihn gingen und gehen nicht nur ein äußerer, sondern auch ein innerer Weg (siehe auch Link extern mein-weg.at Gerda Siedl).

Seit über drei Jahren gehe ich mit Gruppen in 8 Etappen an einem Sonntag im Monat bzw. in Blöcken zu drei und vier Tagen und dann gemeinsam in Blöcken von drei bis sieben Tagen diese Strecke. Bis nach Feldkirch kann man es auf diese Weise, Schritt für Schritt, in ein bis drei Jahren schaffen. Die kürzeren Winteretappen eignen sich sehr gut dazu, die Kondition langsam aufzubauen, um für die längeren Frühjahrs- und Sommeretappen gerüstet zu sein. Außerdem ist es gerade im Winter besonders genussvoll, einen ganzen Tag in der Natur unterwegs zu sein. In der vergangenen Saison durften wir bei Sonnenschein und knirschendem Schnee den Naturpark Donauauen genießen. Durch Tiefschnee stapfend sind wir von Purkersdorf nach Sieghartskirchen durch die sonnenbeschienene vom Glitzerschnee dekorierte Natur gegangen. Ein wunderbares Erlebnis. Regen und Sturm habe uns aber auch nie abgehalten unser Ziel zu verfolgen. Wir übernachten in Gasthöfen, Hotels, Jugendherbergen, Stiften, jenachdem was auf dem Weg liegt (alles wird von mir ein Jahr vorher organisiert. Dabei sind 6-Bettzimmer die Attraktion, alle werden dann wieder 15 Jahre alt).

Für jeden ist sein persönliches Ziel woanders - auch wenn es Santiago di Compostella heißt. Die bekannte Aussage, der Weg ist das Ziel, hat sich sicher für viele von uns bewahrheitet und dementsprechend finden sich ganz natürlich Suchende zusammen, die diese Gelegenheit miteinander zu sprechen, zu schweigen, zu beten, zu singen, an schönen Plätzen zu verweilen und endlos zu marschieren wahrnehmen und genießen. Noch ist der Weg relativ unbekannt und dadurch kaum begangen, was ihn noch reizvoller macht. Die Initiativen und die Kreativität der einzelnen Teilnehmer bereichern zusätzlich unsere Pilgerreise enorm und lassen sie so für jede Gruppe und für jeden Tag sehr persönlich werden.

Wir sind unterwegs mit unseren Belastungen, Sorgen und Anliegen
durchgehen Wegstationen
halten Rast, halten inne und stärken uns
und machen uns wieder auf
das Ziel vor Augen


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