Nun haben sich die Stadt Wien und die Wiener Sozialpartner - Wirtschaftskammer und Gewerkschaft - auf die Sonntagsöffnung während der UEFA Euro 2008 geeinigt. In diesem Zusammenhang wird auch von der Stadt Wien und den Wiener Sozialpartnern eine gemeinsame Erklärung betreffend der Einmaligkeit der Sonntagsöffnung unterzeichnet werden.
Das Ergebnis der Sozialpartner Einigung: Wien weit können an den vier Sonntagen während der UEFA EURO 2008 jeweils in der Zeit von 12 bis 18 Uhr die Geschäfte offenhalten. Ausgenommen davon ist der Verkauf von Einrichtungsgegenständen, Kraftfahrzeugen, Baustoffen und Waffen. Sport- und Fanartikel können im Rahmen von öffentlichen Vorführungen von Spielen der UEFA EURO 2008 nach Maßgabe des Wiener Veranstaltungsgesetzes, also innerhalb der genehmigten Veranstaltungsgebiete und maximal bis 24 Uhr, verkauft werden. Die Verordnung des Landeshauptmannes von Wien soll am 7. Juni in Kraft und am 29. Juni wieder außer Kraft treten.
Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Renate Brauner zeigt sich mit der getroffenen Einigung zufrieden: “Dadurch ist sichergestellt, dass die Wiener Wirtschaft die Chancen, die sich durch die EURO 2008 ergeben, für Wien optimal nützen kann - das gilt sowohl für die Unternehmen als auch für die ArbeitnehmerInnen. Klar ist: Die Sonntagsöffnung bei der Fußballeuropameisterschaft in Wien wird ganz sicher eine einmalige Maßnahme für dieses sportlich und wirtschaftlich so wichtige Ereignis bleiben.”
Für Karl Proyer, Regionalgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier ist die Erklärung hinsichtlich der Einmaligkeit der Sonntagsöffnung wichtigster Bestandteil der nunmehr gemeinsam gefundenen Lösung. “Die Wiener Handelsangestellten haben mit dieser Vereinbarung die Sicherheit, dass der arbeitsfreie Sonntag weiterhin garantiert ist.”, sagt Proyer.
Unklar, wie viele Händler mitziehen
Kärnten will im ganzen Land aufsperren, überlässt dabei jedoch den Sozialpartnern freie Hand. Entsprechende Vorschläge (wochentags bis 22 Uhr, samstags bis 20 Uhr und sonntags 12 bis 18 Uhr) liegen am Tisch. Salzburg wartet ab, wo welches Spiel mit welchen Nationen stattfindet. Auch Innsbruck ist unschlüssig; es gibt dort allerdings weitgehende “Fremdenverkehrsregelungen” für einen offenen Sonntag. Niederösterreich will sich an Wien orientieren.
Offen ist, wie viele Händler tatsächlich bei der Sonntagsöffnung mitziehen. Die Karten haben bisher nur wenige offengelegt. Selbst starke Befürworter der Sonntagsöffnung wie Richard Lugner geben sich vorsichtig. Er wolle mit den Mietern seines Einkaufscenters erst im März darüber reden, sagte er dem Standard. Entscheidend sei, ob die längere Ladenöffnung unter der Woche angenommen werde. Funktioniere sie nicht, werde er auch hier zurückschrauben.
Selbst neue Shoppingcenter wie das Wiener Stadioncenter sind sich nicht sicher, ob sie sonntags verkaufen wollen. Fritz Aichinger, Obmann des Wiener Handels, rechnet damit, dass sich die meisten Unternehmer erst nach Ostern fix festlegen. “Die Erfahrungen aus Deutschland haben gezeigt, dass hier nicht das große Geschäft liegt. Aber als Gastland muss man die Möglichkeit geben, am Sonntag offenzuhalten.”
Quelle: szem, vk, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.2.2008
Ich frage mich grad, wieso in sehr vielen Ferienorten Sonntagsöffnung kein Problem ist und hier von Einmaligkeit die Rede ist. Ganz generell sollte man die Ladenöffnungszeiten lockern. Allerdings nur, wenn eben die finanziellen Bedingungen für die Angestellten zufriedenstellend geregelt sind.
1 Kommentar
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Februar 11th, 2008 at 09:49
Das ganze Theater mit der EM geht mir persönlich am Wecker, aber was solls Sie kommt nun mal ob ich will oder nicht:nacht:
Aber da mit den Öffnungszeiten gebe ich Dir völlig recht, was soll das
meiner Meinung nach können Sie 24Stunden am Tag offen halten, auch am Sonntag, wenn die Kohle passt warum nicht?
Kann Dir jetzt schon eine Antwort geben!
Die Kirche ist die erste die schreit, wetten?:grinno: