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Wien Wappen Wien ist nicht nur die Hauptstadt Österreichs, sondern hat auch Bundesländerstatus. Sie ist in 23 Bezirke eingeteilt. Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 1,6 Millionen. Um diese Stadt zu erkunden, solltet man sich 1. genug Zeit nehmen und 2. die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Mit den div. Buslinien sowie U- und S-Bahnen ist jedes Ziel gut zu erreichen.

Es gibt hier so viel zu sehen, dass ich auch hier nur einige Anregungen geben kann, sonst müsste ich ein Buch schreiben. Fangen wir doch einfach mit einem Spaziergang vom Stefansplatz aus an, dem Zentrum der Wiener Innenstadt. Zuerst besuchen wir natürlich den Stefansdom. Man kann hier die "Pummerin", die grösste Glocke Österreichs besichtigen, ebenso die Katakomben (Führungen). Die spätgotische Kanzel, das bedeutendste Kunstwerk im Mittelschiff, zeigt die vier Kirchenväter. Sie wurde von Anton Pilgram geschaffen, der sich hier als "Fenstergucker" selbst dargestellt hat.

Schräg gegenüber des Domes befindet sich das vor einigen Jahren erbaute Haas-Haus. Darin befinden sich zahlreiche Geschäfte sowie ein Cafe, von dessen Dachterasse man einen schönen Blick auf den Stefansplatz hat. An der Ecke Kärntnerstrasse/Graben ist der "Stock im Eisen", ein als Handwerksburschen-Wahrzeichen mit Nägeln beschlagener Fichtenstumpf. Wenn man den Graben ein Stück weitergeht, kommt man zur Pestsäule, eine Skulptur aus vergoldetem Kupfer, die als Erinnerung an die Pest von 1679 erinnert. Etwas weiter nach rechts geht es zur Peterskirche, eine Nachbildung von Sankt Peter in Rom.

Wieder zurück zum Graben und dann links, gelangt man vorbei an der Michaelerkirche zur Hofburg. Besonders zu empfehlen wären hier die Weltliche und die Geistliche Schatzkammer, der Prunksaal und nicht zu vergessen die Spanische Hofreitschule, wo Vorführungen der Lippizaner (siehe auch meine Seite Steiermark/Piber) stattfinden. Wir befinden uns jetzt auf der Ringstrasse, der grössten Prunkstrasse Wiens. Allein hier gibt es genug zu sehen, z. B. Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, Maria-Theresia-Denkmal, die Staatsoper, in der über 2000 Besucher Platz finden, das Rathaus mit seinem Wahrzeichen dem "Rathausmann", direkt gegenüber das Burgtheater oder auch den Stadtpark mit dem Johann-Strauss-Denkmal, das heute wieder vergoldet ist.

Man sieht sicher schon, dass für diese Stadt nicht 2 oder 3 Tage ausreichen, wie es von manchen Reiseunternehmen angeboten wird. Es gibt nämlich noch diverse andere Sehenswürdigkeiten. Z. B. die diversen Kirchen. Ich möchte hier nur einige sehenswerte nennen: Karlskirche, eine der bedeutendsten Kirchen des Hochbarock, Kapuzinerkirche mit der Kaisergruft, in der u. a. die Grabmähler der Habsburger stehen und die in mehrere Trakte aufgeteilt ist. Ferner die Votivkirche, erbaut als Erinnerung an ein vereiteltes Attentat auf Kaiser Franz Josef I, Maria am Gestade, mit ihrem sehr schönen durchbrochenen Kuppelhelm und die Schottenkirche mit einer Gemäldegalerie österreichischer, italienischer und niederländischer Maler.

Es gibt auch ausser den o. g. Museen noch viel viel mehr, auf Link extern Wien.info findet man weitere Informationen.

 Auf jeden Fall lohnt auch eine Fahrt zum Zentralfriedhof. Er ist der grösste Friedhof Österreichs, mit zahlreichen Ehrengräbern. Hier sind u. a. Beethoven, Schubert, Brahms, Johann Strauss, Hans Moser und Kurt Jürgens gegraben. Das neueste Prominentengrab dürfte jenes von Falko sein. Da dem Wiener ohnehin eine besondere Beziehung zum Tod nachgesagt wird, gibt es auch den Spruch: Der Tod das muss ein Wiener sein.

An weiteren Sehenswürdigkeiten wären noch zu nennen die zahlreichen Palais, die die Ringstrasse säumen, das Belvedere, das als Sommersitz für Prinz Eugen diente, die U-Bahnstation Karlsplatz, die Ankeruhr am Hohen Markt, das Hundertwasserhaus im 3. Bezirk, die Secession mit ihrer vergoldeten Eisenkuppel, die in der Form eines Lorbeerbaumes gestaltet ist oder das Figarohaus, in dem Mozart 3 Jahre gelebt und "Die Hochzeit des Figaro" geschrieben hat.

Unbedingt erwähnen möchte ich Schloss Schönbrunn. Es wurde nach dem Entwurf von Fischer von Erlach d. Ä. erbaut, und sollte ursprünglich Versailles noch übertreffen. Das wurde jedoch wieder verworfen, aber trotzdem ist es mit Sicherheit einen Besuch wert. Wunderschön ist auch der fast 2 qkm grosse Park, einer der bedeutendsten und am besten erhaltenen Barockgärten im franz. Stil. Gegenüber des Schlosses, auf einer Anhöhe sieht man die Gloriette, eine klassizistische Säulenhalle, die auf einer Anhöhe steht. Nicht versäumen solltet Ihr auch die Wagenburg. Hier sind historische Kutschen ausgestellt. Ausserdem gibt es hier noch den Tiergarten, übrigens den ältesten der Welt. Er besteht bereits seit 1752, und das Palmenhaus mit seinen exotischen Pflanzen.

Das war ein kleiner Überblick über die kulturellen Highlights. Aber es gibt ja auch noch das Vergnügen. Zu allererst muss hier natürlich der Prater genannt werden. Ein grosser Vergnügungspark, von dem wohl jeder zumindest das Riesenrad kennt, von dem aus man einen herrlichen Blick über Wien hat. Wer gern Stelzen isst, dem sei hier das Schweizerhaus empfohlen und wer gern im Grünen unterwegs ist, wird genügend Parks finden, u. a. auch den Schwarzenberggarten, den Volksgarten oder den Donaupark mit dem Donauturm. Im Sommer kann man sich auch auf der Donauinsel in Kagran, der sogenannten "Copa Kagrana" vergnügen. Hier ist, wie man so schön sagt am Abend die Hölle los. An Veranstaltungen ist auch kein Mangel, so dass sicher keine Langeweile aufkommt, es wird nämlich für jeden Geschmack etwas geboten. Wer die grössten Schnitzel in der Stadt essen möchte, sollte das Lokal "Fieglmüller" besuchen, sie sind hier nicht nur gross sondern auch sehr gut. Ebenfalls sehr schön ist ein Ausflug auf den Kahlenberg oder Leopoldsberg. Von dort aus hat man auch einen sehr schönen Blick auf Wien. Man kann natürlich auch ein Heurigenlokal besuchen, von denen es ausreichend in Wien gibt. Es muss ja nicht immer Grinzing sein.

Auf keinen Fall vergessen sollte man die zahlreichen Wiener Kaffeehäuser. Es hat einfach Tradition, sich hier zu treffen oder einfach nur bei einem guten Kaffee die Zeitung zu lesen.

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3 Kommentare

  • Comment by Gerlinde
    Januar 29th, 2008 at 16:17

    Ganz nett, dein Bericht über Wien, allerdings versteh ich nicht ganz, wieso du die UBahn-Station Karlsplatz als Sehenswürdigkeit nennst. Das ist der dreckigste Teil der City und da gibts außer Drogensüchtigen, Dealern und Besoffenen nix zu sehen. Ich meine, das ist ein Schandfleck und keine Sehenswürdigkeit und ich bin immer heilfroh, wenn ich da ungeschoren wieder draußen bin.

  • Comment by Wu-Lan-Tong
    Januar 29th, 2008 at 17:12

    Das war aber doch nicht immer so Gerlinde, oder irre ich mich nun so sehr?

    Der Bericht ist etwa 6 Jahre alt und da kann sich schon einiges ändern. Ich bin dankbar, wenn ich solche für mich interessanten und auch ein wenig traurigen Hinweise bekomme.

  • Comment by Gertrude
    Januar 29th, 2008 at 18:17

    Leider hat die Gerlinde recht!
    Wenn ich es vermeiden kann, steige ich dort nicht um.
    Das Problem herrscht dort schon lange,…
    auf alle Fälle länger als 6 Jahre!
    Aber ansonsten ist Dein Artikel supi!:knuddel:

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