Kultur
Österreich wird wegen seiner reichen kulturellen Vergangenheit und Gegenwart weltweit geschätzt. Diese Kultur repräsentiert sich in grandiosen Baudenkmälern, wie etwa dem Wiener Stephansdom, Schloß Schönbrunn, der Hofburg, dem "Goldene Dachl" in Innsbruck, Stift Melk, dem "Loos-Haus" oder dem "Hundertwasser-Haus".
Ein aktuelles Angebot von Ausstellungen der Bildenden Kunst, Theater, Konzerte, großen und kleinen Festivals sowie Brauchtumsveranstaltungen vervollständigen das Angebot. Weltberühmte Chöre (Wiener Sängerknaben , Arnold-Schönberg-Chor) und Orchester wie Wiener Philharmoniker , die Wiener Symphoniker, die Camerata Academica Salzburg, der Concentus Musicus und das Vienna Art Orchestra wirken als Botschafter des Landes.
Literatur
Die österreichische Literatur erreichte in der Epoche des Minnegesanges ihren ersten Höhepunkt. Bis heute gelesene und gespielte Autoren des 19. Jahrhunderts sind Franz Grillparzer, Ferdinand Raimund, Johann Nestroy und Adalbert Stifter. Zu den internationalen Literaturgrößen im 20. Jahrhundert zählen u.a. Arthur Schnitzler, Robert Musil, Ingeborg Bachmann, Thomas Berhard oder Peter Handke.
Neben den zwei Protagonisten der literarischen Szene, Handke und Bernhard, haben auch jüngere Autoren große Erfolge verbuchen können. Christoph Ransmayrs Romane "Die letzte Welt" und "Morbus Kitahare" wurden von der europäischen Kritik enthusiastisch gefeiert. Elfriede Jelinek enthüllt mit ihren kritisch-emanzipatorischen Theaterstücken und Romanen die gesellschaftlich deformierte Rolle der Frau. Werner Schwab war der erfolgreichste deutschprachiger Dramatiker der Gegenwart.
Musik
Die "Wiener Klassik" gilt im Bereich der Musik als eine der großen europäischen Kulturleistungen. Sie reicht von Joseph Haydn über Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Die (Hoch)romantik prägen Johannes Brahms, Hugo Wolf, Anton Bruckner und Gustav Mahler. Die Wiener Operette hat ihre Könige in Johann Strauß und Franz Lehár. Vom "Heurigen" ist die Musik der Gebrüder Schrammel nicht zu trennen. Die "Zweite Wiener Schule" mit Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern beeinflusst das "schräge" Spiel der Moderne bis zur Fusion-Musik Josef Zawinuls und dem "Third Stream" Franz Koglmanns.
Theater
Die österreichische Theaterkultur erreichte nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder internationales Niveau. Das Wiener Burgtheater zählt zu den ersten Bühnen Europas. Die Wiener Staatsoper gilt weltweit als eines der besten Opernhäuser, ebenso wie die Wiener Volksoper. Das traditionsreiche Theater an der Wien wird seit 1965 als das Haus für Musicals verwendet und dient im Mai/Juni den Wiener Festwochen als Aufführungsstätte. Die Palette der zahlreichen Festivals in den Bundesländern reicht von den Bregenzer Festspielen, der Schubertiade (Vorarlberg), den 1920 von Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal gegründeten Salzburger Festspielen, über den Carinthischen Sommer (Kärnten), das Internationale Brucknerfest und die ars electronica in Linz (Oberösterreich) bis zu den Wiener Festwochen und den Eisenstädter Haydn-Festspielen (Burgenland).
Bildende Kunst und Architektur
In der Bildenden Kunst wurde der "Jugendstil" mit Gustav Klimt legendär. Die großen modernen Maler reichen von Egon Schiele, Oskar Kokoschka, über Anton Lehmden, Ernst Fuchs, Friedensreich Hundertwasser bis zu Hermann Nitsch, Günter Brus und Arnulf Rainer. Die Bildhauer Fritz Wotruba und Alfred Hrdlicka erlangten Weltruf.
Am Beginn des 20. Jahrhunderts sind für die österreichische Architektur drei große Namen maßgeblich: Otto Wagner, Josef Hoffmann und Adolf Loos. Wagner schuf mit der Kirche am Steinhof und der Postsparkasse die bedeutendsten Bauten des Wiener Jugendstils. Josef Hoffmann, Architekt des Gesamtkunstwerkes "Palais Stoclet" in Brüsse, war Mitbegründer der Wiener Werkstätte. Weiters prägten u. a. Clemens Holzmeister, Gustav Peichl, Hans Hollein und Coop Himmelblau die neuere Architektur.
Film
Der Anteil des österreichischen Films in den heimischen Kinos ist mit knapp 6 % relativ gering. Trotz der Dominanz von US-Produktionen gab es in den letzten Jahre eine Anzahl von Publikumserfolgen wie etwa "Indien" (1993) von Paul Harather, "Freispiel" (1995), "Hinterholz 8" (1997) - beide von Harald Sicheritz - oder "Komm, süßer Tod" (2000) von Wolfgang Murnberger. Dass es einen spürbaren künstlerischen Aufwärtstrend gibt, zeigen einige Filmschaffende wie z. Bsp. Michael Haneke ("Funny Games", "Code unbekannt"), Stefan Ruzowitzky ("Die Siebtelbauern", "Anatomie"), Goran Rebic ("Jugofilm"), Florian Flicker ("Suzie Washington", "Der Überfall") oder Barbare Albert ("Nordrand), deren Werke auch für starke österreichische Präsenz bei internationalen Filmfestivals sorgen.
Der unvergessene Regisseur Axel Corti ("Welcome to Vienna") war der erste Preisträger des Großen Österreichischen Staatspreises für Filmkunst in den Siebzigerjahren. Filmstars von Weltrang: Oskar Werner, Romy Schneider, Helmut Berger und Klaus Maria Brandauer. Arnold Schwarzenegger machte in Hollywood Karriere
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